Dienstag, 28. März 2017

"Und wie war es auf der Leipziger Buchmesse, Frau Kännchen?"

Wollt ihr wissen, wie es mir auf der Leipziger Buchmesse ergangen ist?
Dann holt euch einen Kaffee und nehmt euch ein bißchen Zeit.
Einer der vielen Vorteile als aktiver (Buch-)Blogger ist, dass man sich als Presse auf der Buchmesse akkreditieren kann, dh man darf den Pressebereich nutzen, die freie Garderobe für Journalisten und hat eine Dauerkarte für die Messe inkl. der Nahverkehrsanbindungen. 
Am Freitag bin ich darum auch erstmal direkt vom Zug zur Messe gelaufen statt über das Hotel, denn ich hatte viel vor. Von der Diskussion "Recht für Buchblogger" ua mit Philipp von bookwalk hab ich leider nur noch den Abschluß mitbekommen, aber direkt um die Ecke hörte ich dann bei amazon publishing zu, wie Autoren ihre selbstverlegten eBooks am besten vermarkten (und verstehe jetzt auch, warum man ständig Anfragen von Autoren im Mailkasten hat. Es nervt trotzdem!). Nachdem ich mir einen kurzen Überblick über die Hallen verschafft hatte, stand schon mein ersten Highlight des Tages an: das Bloggertreffen des Loewe-Verlages. Schon seit ewigen Zeiten maile ich sehr fröhlich mit Isabell vom Online Marketing hin und her, sich dann mal in echt gegenüberzustehen und zu drücken, war einfach schön. Und euch darf ich verraten, dass es im Herbst wieder ein neues Buch von Ursula Poznanski geben wird. Ich werde berichten! 
Gerade noch rechtzeitig habe ich es dann zu Takis Würgers Lesung von "Der Club"* geschafft, immer wieder ein Vergnügen, denn man sieht ihm noch immer an, wie sehr er sich über Interesse an seinem Buch freut (welches ich euch nur ans Herz legen kann, eine Rezension kommt aber auch) und ist einfach supernett (und wahnsinnig groß). 
Der Abend klang dann sehr entspannt aus mit superscharfer Pizza in schönster Begleitung vom Nähkitz.

Am Samstag fand dann der gemeinsame Blogger-Empfang von Carlsen und Thienemann Esslinger statt. 
Dem Blogger Relations-Team von Carlsen bin ich spätestens nach der Harry Potter Nacht komplett verfallen, sie sprühen einfach vor Ideen und Energie. Vorgestellt wurde das noch voll geheime Herbstprogramm, mehrere Autoren erzählten über ihre Bücher aus dem aktuellen Programm und anschließend hatten wir Zeit für Gespräche und konnten uns Bücher signieren lassen. Besonders gefreut habe ich mich, endlich Brösels Bücherregal zu treffen und es war viel zu kurz und das müssen wir dringend mal wieder machen! Für meine Kinder hab ich "Spiegel des Bösen" von Ralf Springorum* mitgenommen, denn Ralf erzählte, dass er sich selbst bei seinen Bücher immer unheimlich gruselt. Wenn das nicht neugierig macht!
Außerdem gab es für jeden einen sog. BuchBlog-Planer, der die Wartezeit zur nächsten Messe verkürzt. Vielen Dank!
 
Und "zack" war auch Mittag, ich lies mich durch die Hallen treiben, schaute bei den Ink Rebells vorbei (Liebe Fragmentage, es war aber leider so voll vor dem Stand, ich hatte keine Chance ranzukommen!) und landete schließlich im "Nordischen Forum", denn dort las Maja Lunde aus "Die Geschichte der Bienen"*, auf norwegisch.
So ein wundervollles Buch (ich bin noch nicht durch) und sie selbst auch wieder so sympathisch, ich bekam sogar noch eine Widmung in mein extra mitgebrachtes Buch und konnte ein paar Worte mit ihr wechseln. Und bei der Lesung traf ich auch endlich mal wieder Sharon Baker und ihren Mann, was hab ich mich gefreut! Hoffentlich dauert es nicht wieder so lange, bis wir uns wiedersehen!

Bewundert habe ich auch wieder Benedict Wells, denn seine Schlange fürs Signieren zog sich fast durch die ganze Halle. 
Er aber strahlt wie immer eine unheimliche Ruhe und Gelassenheit aus. Für jeden Leser hat er ein freundliches Wort, Zeit für ein kleines Gespräch und schreibt einem eine ganze Seite voller persönlicher Sätze in das Buch. Wer "Vom Ende der Einsamkeit"* noch nicht gelesen hat, der muss das bitte schnellst möglich nachholen.
 
Die Messe selbst lädt unheimlich zum Schlendern und Verweilen ein, man sollte sich allerdings schon vorab einen ungefähren Plan machen, was man alles sehen und hören will. Aber allein sich einen Stand nach dem anderen anzugucken, durch die Bücher zu stöbern (die auch alle an den mobilen Kassen gekauft werden können, ganz böse!) und mit tausenden von Menschen zu sprechen, hat einfach Spaß gemacht. Und natürlich gibt es auch lauter Dinge, die mit Büchern zu tun haben, zB diese hübschen neuen Lesezeichen vom moses-Verlag:
 
Komplett kaputt landete ich abends im Hotel.

Und dann brach auch schon der letzte Messetag an (der Koffer ging kaum zu, oops). 
Im CCL neben den Messehallen fanden die sog. Blogger Sessions statt. 
Und das ist wirklich das Besondere an der Leipziger Messe, das Potential der Blogger haben sie komplett erkannt. Nicht nur durch die (ziemlich unkomplizierte) Akkreditierung als Presse, es gibt auch eine Blogger-Lounge in Halle 5 oder eben diese Veranstaltung. 
Die Keynote wurde von Andreas Platthaus gehalten, seines Zeichens Ressortchef Literatur und literarisches Leben bei der FAZ. Lange wurden die Blogger vom Feuiletton eher belächelt als nicht ernstzunehmendes zeitweiliges Phänomen, dem man keine große Beachtung schenken muss. Aber allmählich sickert auch dort die Erkenntnis durch, dass wir keine Konkurrenten sein müssen, denn im Endeffekt wollen wir alle dasselbe: Menschen zum Lesen bringen und haben einen gemeinsamen Feind, nämlich alle, die nicht lesen. Und es kam auch ein bißchen Neid durch, denn der Blogger hat, anders als die Zeitung, keine Vorgaben, wie lang er ein Buch bespricht und darf v.a. seine ganz persönliche Meinung wiedergeben. Mitgenommen habe ich aus diesem Vortrag, den Mut zu mehr Kritik an nicht überzeugenden Büchern, denn Kritik ist noch immer sehr negativ behaftet, aber es kommt eben auf die Art an, in der man sie übt. Interessant fand ich auch, dass der Literaturkritiker meist strikt darauf achtet, keine Berührungspunkte mit den Verlagen oder Autoren zu haben, bevor er über das Buch schreibt, um sein Urteil nicht beeinflussen zu lassen. Ich kann für mich sagen, dass ich gerade diesen persönlichen Kontakt zu den Verlagen und Autoren besonders schätze. Im Vergleich zu vielen anderen Unternehmen, die im Laufe eines langen Blogger-Lebens auf einen zukommen, sind die Verlage noch immer von einer geradezu freundschaftlichen Herzlichkeit und Dankbarkeit, dass ich die Zusammenarbeit unheimlich schätze. Und als wir zum Abschluss noch hörten, dass wir Blogger ein immense Bereicherung seien, war wir alle bißchen stolz! Vielen Dank!

Weiter ging es mit Tilman von 54.books. Er sprach über Impressumspflicht, die Kennzeichnung von Werbung und viele andere rechtliche Aspekte, die das Bloggen mit sich bringt. Zusammenfassend kann man sagen, dass dort noch viel Aufklärungsbedarf besteht, sowohl bei den Bloggern als auch bei den Gerichten, denn die Urteile hierzu sind noch immer sehr schwammig, da neue Gesetze fehlen. Und lieber einmal zuviel gekennzeichnet als zu wenig. Immer wenn man ein komische Bauchgefühl hat, sollte man lieber auf Nummer sicher gehen. Rezensionsexemplare müssen übrigens nicht als Werbung gekennzeichnet werden (dazu hat Tilmann schon einmal einen sehr interessanten Artikel) geschrieben). 

Es folgte eine Diskussion mit Tina von lovelybooks über SEO, noch immer ein von mir sehr stiefmütterlich behandeltes Thema. Meist schreibe ich einfach aus dem Bauch heraus und mache mir keine großen Gedanken, meine Post SEO-technisch aufzupeppen. Leider waren die meisten vorgestellten plug-ins nur für Wordpress-Blogger, ein paar Dinge hab ich aber mitgenommen und werde versuchen, sie nach und nach umzusetzen. Und Tina endlich mal persönlich kennenzulernen, war auch einfach schön!

Und schon kam der letzte Vortrag, nämlich "21 Möglichkeiten, wie man mit Buchblogs Geld verdienen kann". Ich hab euch einfach mal den kompletten Artikel zum Nachlesen beim Literaturcafe verlinkt, viel Spaß damit!

Bevor mein Zug wieder in den hohen Norden fuhr, bin ich noch schnell etwas durch die Hallen gehuscht und hatte das große Glück noch ein Exemplar der Vorlagenmappe "Fröhliche Weihnachten" zu ergattern, denn Weihnachten kommt ja schneller als man denkt ;o)

Vielen Dank an die Leipziger Buchmesse! 
Ich hatte unheimlich viel Spaß und komme hoffentlich nächstes Jahr wieder!

LG von Caro

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Donnerstag, 23. März 2017

Buchmesse, ich komme!

Morgen starte ich zur Leipziger Buchmesse, zum ersten Mal und ich bin total gespannt und aufgeregt, wie es mir gefällt. Meine Sachen hab ich mir schon mal rausgelegt, denn ein Messebesuch will gut geplant sein. Mein Presseticket muss ich mir noch direkt im Pressezentrum abholen. Neben diversen Müsliriegeln gesellt sich ein externer Akku, eine Mappe mit den Veranstaltungen, die ich gerne besuchen möchte (von denen ich wahrscheinlich nur die Hälfte schaffen werde, aber man kann ja träumen) und Visitenkarten. Das türkise Band ist für die Aktion Buchbloggerbande von der Literatourlistin, eine schöne Aktion, damit sich Buchblogger auf der Messe gleich erkennen.
Ich freue mich, das Team vom Loewe-Verlag endlich nach vielen emails kennenzulernen, die tollen Frauen vom Carlsen-Verlag wiederzusehen, auf Lesungen von Stefan Beuse zu "Das Buch der Wunder"* und Takis Würger zu "Der Club"* (auch wenn ich beide bereits bei stories gehört habe) oder "Die Geschichte der Bienen" mit Maja Lunde*. Ich will auf jeden Fall zu den Ink Rebels an den Stand, in der Blogger Lounge vorbeigucken, zu den Menschen von Lovely Books und am Sonntag freue ich mich total auf die sog. Blogger Sessions, die die Leipziger Messe extra für Buch-Blogger ausrichten, mit tollen Vorträgen. Und natürlich hab ich mir noch die passende Tasche zur Messe genäht, nur der Plot muss noch drauf, aber das mach ich heute nachmittag ganz in Ruhe.

Wer von euch ist denn auch auf der Leipziger Buchmesse? 
Habt ihr noch Tipps zum Überleben?

LG von Caro

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Montag, 13. März 2017

Nachgetragen: 12 von 12 - März 2017

Gestern fehlte die Zeit und die Ruhe, um mich während meines Wochenendbesuches bei meiner Freundin ins Netz einzuwählen und die Bilder meiner "12 von 12" im Blog hochzuladen, darum bekommt ihr sie erst jetzt zu sehen.

Mein gemütliches Besucherbett mit aktueller Lektüre wollte ich nur ungern verlassen, aber wir hatten etwas Tolles vor.

Bei zunächst noch sehr bedecktem Himmel sind wir nach St.Peter-Ording gefahren.
Und eigentlich ist es bei trübem Wetter dort schöner als bei strahlendem Sonnenschein. 
Findet auf jeden Fall mein norddeutsches Herz




Sonntag, 12. März 2017

12 von 12 - März 2017

Herzlich Willkommen zu "12 von 12!" im März!
Mal gucken, ob ich es heute schaffe, im hohen Norden sind nämlich Ferien. 
Aber für euch erscheint "Die Liste" wie immer pünktlich um 17 Uhr!

Viel Spaß und LG von Caro


Mittwoch, 8. März 2017

Angeguckt: Tschick - der Film (DVD)



Wenn man 14 ist und in Ostberlin wohnt, kann das Leben schon hart sein. Dann kann es passieren, daß man plötzlich "Psycho" in der Schule genannt wird, nur weil man einen Aufsatz über den Alkoholismus der Mutter geschrieben hat. Oder daß der neue Mitschüler Tschick aka Andrej Tschichatschow in der Klasse schon morgens nach Alkohol riecht. Oder die Angebetete einen nie bemerkt. Und als dann die Sommerferien beginnen, der Vater sich lieber mit seiner Assistentin vergnügt, während die Mutter eine Entziehungskur macht, steigt man lieber in einen von Tschick geklauten Lada und fährt drauflos, Richtung Walachei, statt alleine am Pool rumzuhängen und Videospiele zu spielen. Ein Roadmovie, wie es so schön heißt. Natürlich geht nichts glatt und mal ganz davon abgesehen, daß man ja mit 14 noch gar nicht Autofahren darf, erleben die beiden Jungs allerhand skurrile Begebenheiten und erleben einen Sommer voller Freiheit und Abenteuer, den sie ihr Leben lang nicht vergessen werden.

Das Buch habe ich 2012 mit Begeisterung gelesen und war mehr als angetan als feststand, dass ausgerechnet einer meiner Lieblingsregisseure, nämlich Fatih Akin, den Roman verfilmt. Da konnte ja nichts schiefgehen. Ins Kino hab ich es dann natürlich mal wieder nicht geschafft, stattdessen hab ich mich auf die DVD gefreut. Gespannt war ich va auf die Hauptdarsteller. Oft hat man ja ganz andere Bilder im Kopf, wenn man das Buch liest, aber hier passt es wirklich gut: Maik, als Außenseiter der Klasse mit längeren stähnigen Haaren, unauffällig bis zur Unsichtbarkeit und Tschick, der Aussiedler, irgendwie furchteinflößend, unberechenbar, fremd. Und auch die Stimmung des ganzen Films kommt dem Buch sehr nahe: alles erscheint so unwirklich, als wäre dieser Sommer aus der Zeit gefallen. Rundherum mag alles seinen gewohnten Gang laufen, doch diese beiden Jungs in ihrem geklauten Lada erleben ihre eigene Wirklichkeit und gehen an ihre eigenen Grenzen.


Eine wirklich gelungene Romanverfilmung!

LG von Caro

Montag, 6. März 2017

Ausprobiert und für gut befunden: Kochbox von Marley Spoon

Nach fast 14 Jahren mittags für die Kinder kochen, macht sich bei mir eine langsame Frustration breit, irgendwie landen doch verdächtig oft die gleichen Gerichten auf dem Teller. Und so lecker Nudeln mit Hacksoße sind, spannend kochen ist das nicht. Jahrelang hatte ich auch eine Gemüsekiste, aber gerade im Winter war sie dann doch sehr kohllastig und oft blieb Ende der Woche zu viele Gemüse übrig, das ich dann verschenkt habe. Ausprobiert hab ich auch zB die Kochzauberbox, aber sie hat mich nicht überzeugt. Und auch die Kochhaus-Tüten waren zwar lecker, aber doch meist nicht kindertauglich und manche Rezepte einfach zu lang in der Vorbereitung. Chris Kochtüte hier vor Ort hat mir auch gut gefallen, aber meist schaff ich es nachmittags nicht zum Verkaufspunkt und in letzter Zeit sind mir da einfach zuviel Linsen und ähnliches Gedöns drin. 

Also musste etwas Neues her und da kam mir das Posting von "Frühstück bei Emma" gerade recht. Sie berichtete von der Kochbox "Marley Spoon" und die Gerichte sahen einfach lecker aus. 
Inzwischen kommt die Box schon in der 4. Woche und ich freu mich jedes Mal drauf. Man kann bei den Rezpten wählen zwischen "2 Erwachsene" oder "2 Erwachsene und 2 kleine Kinder", was gut für den kleinsten Mitbewohner und mich mittags und einen ausgehungerten Großen, dem das Essen in der Kantine nicht geschmeckt hat, reicht.
 
Zwei Gerichte werden in Tüten gepackt, die man ganz einfach im Kühlschrank lagert und bei Bedarf herausholt. Reste hat man danach keine, alles wird verbraucht. Etwas ärgert mich, dass vieles nochmal einzeln verpackt ist wie zB der Jogurth oder die Sahne, aber wahrscheinlich ist das doch der beste Schutz gegen die Sauerei, sollte mal etwas auslaufen. Und ich frag mich auch, warum man zwar ein Ei selbst bereit halten soll, aber diese mini Päkchen Butter eingepackt bekommt, die man aus Hotels kennt, hat man schließlich auch meist im Kühlschrank. Man kann jede Woche aus 5 verschiedenen Gerichten wählen (das mach ich meist mit dem Kleinsten zusammen) und oft haben wir echt Entscheidungsschwierigkeiten. 
Und so wissen wir nun, dass das kleine Kind Grünkohl mag und wie man "Feuiletee au jambon" kocht. Jedes Gericht hat eine wunderschöne große Rezeptkarte, so dass man das Rezept auch später nachkochen kann und es sind nie mehr als 6 Schritte in der bebilderten Zubereitunganleitung. 
Und auch wenn die Kochbox im Vergleich zu anderen teurer ist, so lohnt es sich, denn die Zutaten sind alle bio und wirklich erstklassig und die Rezepte eine gelungene Mischung zwischen alt und neu.
Eine tolle Entdeckung und echte neue Freude beim Kochen!

LG von Caro

Montag, 27. Februar 2017

Muffins im Waffelbecher mit ganz vielen bunten Streuseln

Heute wird in der Schule Fasching gefeiert und da hab ich mich gestern mal an etwas Neuem versucht, was ich schon lange machen wollte: 

Muffins im Waffelbecher
Was braucht man?
24 kleine Waffelbecher (die stehen bei der Eistruhe oben drüber)

Den Backofen auf 175°C Umluft vorheizen.

Für den Teig:
Zunächst 125g Butter mit 125g Zucker, einer Prise Salz und 1 Päckchen Vanillezucker cremig rühren. Dann nacheinander 2 Eier unterrühren. Zum Schluß noch 150g Mehl, 1/2 TL Backpulver und 2 Esslöffel Milch. 

Der Teig wird jetzt nach und nach in einen Spritzbeutel gegeben. Das ist eine superklebrige Angelegenheit und alles andere als easy, wenn man das zum allersersten Mal macht, aber da die Waffeldinger doch recht klein sind, lässt sich der Teig so viel einfach einfüllen. 1cm oben Platz lassen! 

Am besten stellt ihr die gefüllten Hüllen in so ein kleines 24er Muffinsblech * (diese Anschaffung lohnt sich sowieso, denn gerade für Geburtstage in der Schule reicht meist für jeden ein kleiner Muffin, die großen aus dem 12er Blech sind oft zuviel). Im vorgeheizten Backofen 16-17 Min backen.
 Abkühlen lassen!
In der Zwischenzeit je 200g helle und dunkle Kuvertüre im Wasserbad schmelzen. Die abgekühlten Muffins eintauchen und wieder auf das Blech stellen. Aufpassen, dass einem nicht das ganze gebackene Teigstück reinfällt (nicht, dass jemandem das hier passiert wäre, ne ...). 
Die Kuvertüre etwas antrocknen lassen und dann die Muffins wieder kopfüber in bunte Zuckerstreusel tauchen. Wenn die Glasur noch zu flüssig ist, rutschen einem die ganzen Streusel runter (auch das ist hier niemandem bei den ersten passiert, ehrlich nicht ...)

Trocken lassen und fertig!

Witzige Idee, wie ich finde! 
Und kein Müll! 
Haps und weg!

LG von Caro

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Mittwoch, 22. Februar 2017

Neue Sessel-Liebe

Am Wochenende war das Nähkränzchen bei Stoff & Stil und hat sich die neuen Stoffe angeguckt. Gleich drei durften mit nach Hause und den ersten hab ich gleich am Montag verarbeitet. Im Schlafzimmer steht nämlich seit vielen Jahren "Der Stuhl". Sowas habt ihr auch, wetten? Dort sammeln sich im Laufe der Woche alle Klamotten an, die noch nichts für die Wäsche sind, aber auch nicht zurück in den Schrank können, also landen sie auf dem Stuhl. Und irgendwann stapelt sich alles darauf und man schmeißt nur noch oben drauf. Nachdem ich einen Aufräumrappel bekommen hatte, fiel mir wieder ein, wie bequem dieser Stuhl ist. Vor vielen Jahren hatte ich ihn nämlich extra darum meiner liebsten Schwiegermutter abgequatscht, weil ich bei ihr immer darauf saß (nachdem ich den Kater verscheucht hatte). Er kann nämlich schaukeln und sich drehen! Und darum hab ich ihn nach vorne vor mein Bücherregal geschleppt, aber der alte "Bezug" aka Wolldecke sah doch sehr mitgenommen aus und da musste ich natürlich schnell einen neuen Bezug nähen.
Seitdem sitz ich dort täglich und lese, eine Lampe steht jetzt auch daneben und ich brauch unbedingt noch diesen Rollwagen von Ikea für weitere Bücher und meine Kaffeetasse. Und ab Mittag sitzt immer eines meiner Kinder drauf, denn wer kann einem Schaukel-Dreh-Stuhl schon widerstehen?

LG von Caro

Freitag, 17. Februar 2017

Buchempfehlung: "Libellen im Kopf" von Gavin Extence

Ein Buch, das ich wahrscheinlich nicht gelesen hätte, wenn ich gewußt hätte, um was es geht und dadurch eine ungewöhnliche Geschichte verpasst hätte : 

Abby lebt mit ihrem Freund in London in einer kleinen Wohnung und arbeitet als freie Journalistin. Ihr Leben beginnt auf tragische Weise aus den Fugen zu geraten, als sie eines Tages ihren Nachbarn tot in seiner Wohnung findet, als sie sich eine Dose Tomaten borgen will. Denn statt die Polizei zu rufen oder panisch zu werden, lässt sie diese Entdeckung seltsam unberührt. Stattdessen merkt sie (und auch der Leser), wie durch dieses Ereignis ihr Leben mehr und mehr aus den Fugen gerät. Immer gravierender sind ihre Stimmungsschwankungen. Ist sie an einem Tag himmelhoch jauchzend, bricht am nächsten Tag alles zusammen und die Reaktionen auf den von ihr geschriebenen Artikel über ihren Nachbarn und das ihr immer schwerer fallende Überleben im normalen Alltag tut sein übriges. Schnell wird klar, dass Abby an einer psychischen Störung leidet - sie hat Hypomanie und landet schließlich in einer Klinik. 

"Abby, hören Sie mir zu. Dieser Zustand wird nicht ewig andauern. Ich weiß, dass es Ihnen im Moment so vorkommt, aber Sie müssen vertrauen. Sie haben die letzten Wochen in einer Art Halbkoma verbracht, aber jetzt wachen Sie allmählich auf. Wenn es Ihnen so vorkommt, als ob die Dinge schlimmer werden, dann nur, weil Sie wieder anfangen zu funktionieren. Sie fangen an zu denken und zu fühlen."

Erstaunlich an dem Buch ist, dass Gavin Extence trotz des wirklich schweren Themas einer manisch depressiven Erkrankungen der Hauptfigur, es schafft, einen leichten und auch humorvollen Roman zu schreiben. Teilweise muss man richtig lachen, nur um sich dann selbst wieder zu fragen, wie Abby sich erneut in solche Situationen bringen kann. Und er schafft es auch, dass trotz der Leichtigkeit des Erzählens die Geschichte nie banal ist oder die Erkrankung beschönigt wird. Vielmehr zeigt er, dass man damit leben kann, wenn man sich ihr stellt und sich doch nie sicher sein kann, sie ganz besiegt zu haben. 

"Das ist ein urmenschliches Problem, mit dem sich kein anderes Lebewesen herumschlagen muss: diese Fähigkeit, in mehreren Zeiten gleichzeitig zu leiden - die Vergangenheit zu beklagen, an der Gegenwart zu verzweifeln und die Zukunft zu fürchten."

LG von Caro

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Dienstag, 14. Februar 2017

Asanoha Portemonaie

2014 hab ich mir zuletzt ein Portemonaie genäht, aus lange gehütetem Schweinchenwachstuch von Kokka (ihr erinnert euch? Schwein gehabt) und ich mag es noch immer sehr, aber ... ich fand, es wurde mal wieder Zeit für ein Neues. Und schon lange stand auf meiner Liste ein "Reini" aus dem wunderschönen japanischen Wachstuch von Kiseki, bei dem ich noch immer leichtes Herzklopfen bekomme, wenn ich ihn anschneide (Oh Gott, der ist so teuer, bloß keinen Fehler machen, hoffentlich wird es etwas).
Gefüttert habe ich es diesmal mit Faltenbalg (auch so ein Lieblingsstoff, unzerstörbar, tolle Optik, passt einfach zu allem) und wie immer nur zwei Kartenfächer genäht, da es mir sonst zu dick wird. Das Nähen ging super, aber beim Wachstuch empfiehlt sich unbedingt ein Teflonfuß um ihn schön abzusteppen.
Zum Glück hatte ich mir einige Kniffe und Tricks an den Rand des eBooks geschrieben, denn es ist ja doch schon etwas her, dass ich es zuletzt genäht habe. Übrigens sind Wachstuch und Faltenbalg so stabil, dass man keinerlei Verstärkung der Stoffe benötigt.

Ist es nicht wunderschön?
Schnitt: Reini
Stoff außen: Wachstuch "Asanoha" von Kiseki
Stoff innen: Faltenbalg von Stoff am Stück
Schnappverschluß: Stoffmarkt
Reißverschluss: metallisierender EndlosRV von Machwerk


LG von Caro

Sonntag, 12. Februar 2017

12 von 12 - Februar 2017

Guten Morgen!
Ich liebe es sonntags noch im Bett liegen bleiben zu können und zu lesen, während alle anderen ebenfalls noch faul sind. 

 Aber schließlich hat der Hunger mich doch in die Küche gertieben. Zum Frühstück gab es "Hamburger Kante" dick mit Butter und Marmelade und einen großen Becher Kaffee.
 Während der Rest der Familie ins Kino verschwand und "Sing" guckte, hab ich mich auf Richtung Elbe gemacht, zunächst mit dem Bus.
 "Teufelsbrück" bin ich dann ausgestiegen und den ganzen Weg zurück Richtung Hafen gelaufen - immer schön am Wasser lang. Grau lag die Elbe rechts von mir, aber wunderschön und saukalt.
 Ab und zu hab ich angehalten, um schöne Dinge zu fotografieren.

Freitag, 10. Februar 2017

Große alte Pixibuch-Liebe

Bei meiner Mutter gibt es einen kleinen roten Koffer mit Schnappverschluß. Er ist bißchen zerbeult und hat schon so manche Reise hinter sich: vom Kinderzimmer ins Wohnzimmer, auf den Dachboden und zurück in die Räuberhöhle. Überall hin hab ich ihn geschleppt, denn sein Inhalt war mein größter Schatz: Pixibücher! Stundenlang konnte ich mich früher damit beschäftigen. Erst hab ich nur die Bilder angeguckt und war dann ganz leise, wenn mir jemand etwas vorlas.  Oder ich habe meinen Puppen und Kuscheltieren etwas "vorgelesen".
Den kleinen roten Koffer gibt es immer noch und ein paar alte Pixibücher haben überlebt. Und wenn ich den Deckel öffne und die Geschichte von "Lotte", dem Post-Känguruh lese, bin ich schlagartig wieder 4 Jahre alt. 

LG von Caro

Dienstag, 7. Februar 2017

Endlich mal wieder eine "Die hab ich immer dabei!"-Tasche genäht!

Falls ihr denkt, ich schreibe mene ganzen Tutorials ausschließlich für euch, muss ich euch leider enttäuschen - ich schreibe sie hauptsächlich für mich ;o)

Das ist schon praktisch, wenn man in seinem eigenen Blog nach Tipps, Kniffen und Tricks gucken kann, zB wenn man seit längerer Zeit ein bestimmtes Schnittmuster nicht mehr genäht hat.
Am Wochenende hatte ich mal wieder Zeit, um mir eine "Die hab ich immer dabei!"-Tasche zu nähen. Das geht wirklich schnell, sie macht sich schön klein in der Tasche und gerade für kleinere Stoffschätze ist sie super geeignet, da sie ungefüttert ist.
Stoff: Stoff & Stil

Ich hab sie dann gestern auch gleich ausgeführt und endlich eine hübsche Fußmatte für den Hausflur gefunden.
Gar nicht so einfach, die meisten Fußmatten sind leider wirklich häßlich oder überall steht "Home sweet Home" drauf oder andere scheckliche Sprüche. Aber bei Söstrene Greene wurde ich endlich fündig und freu mich jetzt jeden Tag aufs Fußsohlenabbstreifen.

LG von Caro

Donnerstag, 2. Februar 2017

Neu entdeckt!

Im Supermarkt guck ich auch immer gerne, was es Neues gibt. So hab ich letzte Woche entdeckt, dass es bei Edeka jetzt "Süßkartoffel-Pommes" gibt!
 Die sind wirklich lecker und eine schöne Alternative zu normalen Pommes. Gebacken werden sie zB im Ofen und werden von der Konsistenz genauso wie normale Pommes, nämlich teilweise knusprig, teilweise etwas weicher, je nach Disziplin beim Wenden. Hab ich bestimmt jetzt öfter in der Tiefkühltruhe.

Meine beste Entdeckung aber diese Woche sind "Kürbiskerle" der Geschmacksrichtung "Miss Peppermint".
Die gibts im Bio-Supermarkt und eigentlich hatte ich sie hauptsächlich wegen der hübschen Verpackung gekauft. Aber ich bin auch ein großer Fan von dunkler Schokolade und Minze und kann euch nur sagen "Sensationell!" Die Kürbiskerne sind geröstet und toll knackig, der Minzgeschmack ist dezent und ich muss mich sehr zusammen reißen, nicht die ganze Packung auf einmal aufzuesssen. 

LG von Caro

Montag, 30. Januar 2017

Buchempfehlung: "Wir Kassettenkinder" von Stefan Bonner und Anne Weiss

Herrlich, um mal wieder in seine eigene Kindheit abzutauchen: 
Wie war das nochmal, als es tatsächlich nur drei Fernsehprogramme gab, Programmschluß und Testbilder? Als die Lieblingssendung nur 1x pro Woche ausgestrahlt wurde und man mit dem Finger auf dem Aufnahmeknopf die Hitparade im Radio hörte und hoffte, Willem Dinklage quatscht nicht rein? Wie schwierig es war, die perfekte Kassette zu mixen, ohne das hinten zuviel Platz blieb. Noch heute erinnere ich mich an das ZDF-Ferienprogramm im Sommer, die tollen Weihnachtsserien im Winter und wenn ich heute Prince mit "Play in the Sunshine" höre, dann stoppt für mich im Kopf die CD genau dort, wo meine Kassette aufhörte. Viele selbstgemixte und gehütete Kassetten habe ich noch in einer Kiste, meine Videokassetten hab ich liebevoll mit Filmbildern aus der Fernsehzeitschrift beklebt und ich weiß auch noch genau, wer ua in der ersten "Ronnys Popshow" auftrat, die ich sehen durfte, als mein Bruder es geschafft hatte, den Videorekorder entsprechend zu programmieren (nämlich die Rolling Stones mit "Start me up" und Foreigner mit "Urgent"). Platten hab ich noch bei Rocco gekauft, in unserer Einkaufsstraße um die Ecke und einmal mir sogar ein Doppelalbum schwesterlich geteilt (sprich durchgeschnitten - jede eine Platte mit Hülle...) mit meiner besten Freundin.

Wer auch solche "Ach ja" und "Oh Gott, das hatte ich ja ganz vergessen, stimmt ja" - Momente haben will, dem kann ich das Buch wärmstens empfehlen.

LG von Caro

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